Sicher kennen Sie Jeopardy! – Das Quiz, in dem die Antworten vorgegeben werden und die Spieler die richtige Frage finden müssen. Lange nicht mehr gespielt – werden Sie jetzt vielleicht denken. Irrtum sage ich Ihnen. Vielleicht haben Sie das Spiel erst vor einigen Stunden oder Tagen gespielt. Nicht freiwillig. Nicht aus Spaß. Nicht als Quizteilnehmer, sondern als Sie zum Beispiel ein Kundenservicecenter kontaktiert haben. Also als Kunde. Bei solchen Servicenummern wird der Kunde im Grunde wie eine Art Such-die-Frage-Spieler betrachtet. So wie bei den FAQ’s auf einer Website. Ich habe gestern Abend Jeopardy! spielen dürfen.

Auf meiner letzten Auslandsreise musste ich feststellen, dass meine entsprechend gekaufte Daten-Option nicht funktionierte. Also habe ich den Geschäftskundenservice der Deutschen Telekom kontaktiert. Das Spiel begann direkt. Spielfeld und Spielkarten schienen schon verteilt. Ich wurde auf alle möglichen Web-Sites verwiesen, wo zahlreiche Antworten vorgegeben würden. Wenn mein Problem dann noch nicht gelöst sei, dürfte ich weiterspielen. Ich habe gefühlt 7 mal mit „nein“ geantwortet. Level 1 hatte ich geschafft.

Nach 12 Minuten Pause ging es weiter. Solange dauerte es wohl bis die Deutsche Telekom, das Spielfeld neu aufgebaut hatte. Der Callcenter-Agent, wahrscheinlich nennt sich seine Tätigkeit Customer Service oder Quizmaster, informierte mich nach dem Austausch verschiedener Nummern – das war die Spielberechtigung für Level 2 -, dass sein Kollege die Auslandsoption nicht aktiviert hätte. Als schuldbewusster und verantwortungsvoller Kunde habe ich direkt gefragt, ob ich denn etwas falsch gemacht habe. Das wurde negiert und trotzdem war ich raus aus dem Spiel. Keine Entschuldigung. Ich hatte alles auf die falsche Spieloption gesetzt und verloren. Nicht ganz: Nach einem halben Jahr steht mir nun die Funktion zur Verfügung, für die ich seit 6 Monaten mit bezahle.